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Der Projekttag „Flucht nach Utopia“ verbindet das Thema „Programmieren“ mit der Auseinandersetzung um ethische Fragen zur Automatisierung. Die Teilnehmer*innen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren erlernen Grundlagen der Programmiersprache Scratch und Robotik. Sie erfahren auf spielerische Weise, ihre technisierte Umwelt mitzugestalten und werden motiviert, eine eigene Vision ihrer Zukunft zu entwickeln. Das Format fördert Problemlösungskompetenz, Teamwork, Kritik, Diskussion, kreatives und logisches Denken und Selbstvertrauen.

(Download, 380 MB)

Beschreibung

Die technologische Entwicklung im Bereich Robotik und Automatisierung hat relativ unbemerkt große Fortschritte gemacht. Es ist abzusehen, dass sich dadurch die Lebens- und Arbeitsbedingungen entscheidend verändern werden.

Es stellt sich zunehmend die Frage, welche unserer Tätigkeiten wir Maschinen übergeben wollen und inwieweit wir Künstliche Intelligenz als gleichwertige Gesprächspartner akzeptieren möchten. Mit dem Projekttag wollen wir Kinder und Jugendlichen für ethische Fragen sensibilisieren und ihnen vermitteln, dass sie den Technikfolgen nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern eine aktive Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Gesellschaft spielen können.

Der Projekttag beginnt mit einem Input zur Geschichte der Automatisierung und einem Brainstorming zu Ihren Erwartungen und Befürchtungen bezüglich zukünftiger Technologien. Nach einer Einführung in die Programmiersprache Scratch und die Programmierung kleiner Roboter (mBots) begeben sich die Teilnehmer*innen in einem Alternative Reality Game auf die „Flucht nach Utopia“.

Ausgangspunkt des Spiels ist die Evakuierung der Erde aufgrund fortschreitender Umweltzerstörung. Die Reise geht zum vollautomatisierten Planeten UTOPIA, auf dem die Menschen ein hedonistisches Dasein führen und in humanoiden Robotern die besten Freunde und Diener gefunden haben.

Als ihr Raumschiff mitten im Weltall stoppt, muß ein Code gefunden werden, mit dem sich der Bordcomputer neu programmieren lässt. Drei kleine Roboter müssen so programmiert werden, dass sie die Codeteile enthüllen.

Im Prozess werden sie durch abweichende Informationen in ein Dilemma gebracht. Einige der Reisenden entdecken Informationen über die Schattenseiten des Planeten und entscheiden sich zur Umkehr, während eine andere Gruppe an der Fortsetzung der Reise arbeitet. Für die Weiterfahrt ist ein Code nötig, der sich aus Zeichen beider Gruppen zusammensetzt – die Entscheidung müssen also alle gemeinsam treffen.

Nach der Spielphase werden der Prozess und die getroffenen Entscheidungen intensiv reflektiert: Wie lebt es sich tatsächlich in einer vollautomatisierten Zukunft? Wie selbstbestimmt möchte ich leben, welche Arbeit überlasse ich Robotern und welche Entscheidungen dürfen Maschinen für mich treffen?

Alle Projektmaterialien stehen unter CC-Lizenz und können von der Webseite geladen werden.

Gerne führen wir den Projekttag auch in Ihrer Schule durch. Bei Interesse senden Sie uns bitte eine Mail: info@metaversa.de. Berliner Bildungseinrichtungen können die mBot bei uns ausleihen.


Die Durchführung der drei Pilotworkshops wurde ermöglicht durch den Code Week Award 2016. Ausgerichtet wird der Code Week Award von der Technologiestiftung Berlin in Kooperation mit dem Design Research Lab der Universität der Künste Berlin. Als Mitbegründer fördert Samsung Electronics den Award mit 75.000 Euro.

Weitere Projekttage wurden gefördert durch „Meet & Code“ und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg.

Das Projekt wurde 2018 mit dem Dieter Baacke Preis der GMK in der Kategorie „Kinder“ ausgezeichnet.