Dieter Baacke Preis 2018 in der Kategorie Kinder

Wir freuen uns riesig, dass unser Projekt am 17. November 2018 mit dem Dieter Baacke Preis der GMK in der Kategorie „Projekte von und mit Kindern“ ausgezeichnet wurde. Die Preisverleihung fand statt im Rahmen des GMK Forums in Bremen. Susanne und Michael nahmen den Preis von Ralph Caspers entgegen.

Aus der Laudatio von Günther Anfang vom Medienzentrum München: „Die Jury überzeugte dieses Projekt nicht nur aufgrund der perfekten Inszenierung, sondern vor allem durch das durchdachte Setting, das auch in anderen Klassenkontexten durchgeführt werden kann. Damit ist das Projekt Flucht nach Utopia übertragbar und mit Hilfe des von Metaversa erstellten Leitfadens grundsätzlich an allen Schulen durchführbar. Dies ist nicht nur deshalb äußerst wünschenswert, da dadurch Schülerinnen und Schüler angeregt werden, sich der Frage nach der Rolle von Mensch und Maschine zu stellen, sondern auch aufgefordert werden, die Zukunft selbst mitzugestalten.“

Foto: © Kirstin Grunert

Foto: © Kirstin Grunert

Workshop auf der Netzwerktagung „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ am 17.10.2018

Bei der Förderpreisverleihung „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ auf der gleichnamigen Netzwerktagung am 17.10.2018 stellte Susanne die im Landkreis Barnim durchgeführten Projekttage vor. Unser Roboterprojekt war im letzten Jahr einer der Gewinner des Förderpreises. Mit den Fördergeldern der Medienanstalt Berlin-Brandenburg konnten sechs Workshops realisiert werden.

Neben der Förderpreisverleihung gab es zahlreiche Workshopangebote auf der Netzwerktagung. Auch dort waren wir mit einem 90minütigen Workshop präsent. Ebenso wie die Schüler*innen bei den Projekttagen hatten die Teilnehmenden die Aufgabe durch die Programmierung der mBots den Code zu finden, der in unserem Alternate Reality Game den Weiterflug des Raumschiffs zum Planten „Utopia“ ermöglicht. Angeregte Diskussionen und neue Kontakte nahmen wir aus der Tagung mit.

Foto: Laura Maria Görner, CC-BY-SA

 

Förderpreis „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ für „Flucht nach Utopia“

Am 18.10.2017 erhielt unser Roboterprojekt „Flucht nach Utopia“ den Förderpreis „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb). Übergeben wurde er im Rahmen der 6. Netzwerktagung „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ an Birgit Marzinka vom Metaversa Vorstand. Wir freuen uns sehr und freuen können sich auch sechs Schulklassen im Landkreis Barnim, die damit einen der Projekttage an ihre Schulen bekommen und zusätzlich noch die Möglichkeit erhalten, an einem Vertiefungsworkshop in Berlin teilzunehmen.

Aus der Laudation von Prof. Karl-Heinz Himmelmann (BTU Cottbus-Senftenberg):

„Die Jury sieht in diesem Projekt eine gelungene Mischung an Vermittlung von technikbezogenen Kompetenzen und der Hinführung zu ethischen Reflexionen über die Folgen der Technik, wie sie auch für andere Medienbereiche gefordert ist. Durch den Roboterworkshop können Kinder Selbstwirksamkeitserfahrungen machen und werden in der Zuversicht gestärkt, dass auch sie in die rasante Technikentwicklung in unserer Gesellschaft eingreifen können, vielleicht sogar müssen.“

Wir bedanken uns für die netten Worte und den Preis und freuen uns auf die Schüler*innen im Landkreis Barnim.

mBots unterwegs auf der Codeweek

Unser Beitrag zur diesjährigen Codeweek war heute ein Projekttag „Flucht nach Utopia“ mit einer 6. Klasse der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Grünheide. Neben viel Coding standen auch Gespräche über Roboter und Automatisierung im Projektplan und wir waren wieder sehr beeindruckt, welche Ideen die Schüler*innen zum Thema entwickelten. Auch die kritische Sichtweise kam nicht zu kurz.

Für uns sehr interessant ist auch immer die „Robotermatrix“, die wir am Ende mit den Schüler*innen erstellen und auf der sie darstellen, welche Roboterprojekte sie befürworten:

Der Meeresreinigungs-Roboter war die Idee der Schüler*innen und zeigt das große vorhandene Umweltbewusstsein. Regelmäßig auf den vorderen Plätzen landen auch die Kampf- und Militärroboter, nicht etwa, weil gerne Kriege geführt werden, sondern weil dahinter die Idee steht, dass sich nur noch Roboter bekämpfen und dann kein Mensch mehr verletzt und getötet wird.

Der Projekttag wurde gefördert von der Initiative „Meet and Code„. Vielen Dank dafür.

Mit Robotern auf dem Ganztagsschulkongress

Auf dem 12. Ganztagsschulkongress der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gab es dieses Jahr zum ersten Mal passend zum Titel „Individuell, digital, sozial – Bildung gestalten in der Ganztagsschule“
einen Maker Space, in dem die ca. 300 Besucher*innen selbst aktiv werden und Anregungen für die eigene Bildungspraxis sammeln konnten. Wir durften dabei sein und Einblicke in unser Projekttag-Konzept „Flucht nach Utopia“ präsentieren. Neben dem Programmieren der mBots gab es großes Interesse an der Idee, ethische Fragen mit erfahrungsbasierter digitaler Bildung zu verbinden.

Code Week Eröffnung am 15.10.16 mit Robotern

Zur Eröffnung der Code Week am 15.10.2016 waren wir in die KLAX Kinderbildungswerkstatt eingeladen und durften dort unsere Roboter präsentieren. In zwei zweistündigen Workshops hatten die Kinder vor Ort die Möglichkeit, die mBots mit Scratch zu programmieren und gegeneinander antreten zu lassen.

Foto: Jan Kraus, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

Foto: Jan Kraus, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

Bericht vom 2. und 3. Projekttag

img_5474Am 21. und 26. September fanden die nächsten und leider vorerst letzten Projekttage „Flucht nach Utopia“ in zwei Berliner Grundschulen statt. Die Sommerpause hatten wir genutzt, um nun eine Version 1.0 des Ablaufs zu erstellen. Dabei wurden nicht nur Ablauf und verschiedene Methoden überarbeitet, sondern auch die Aufgaben des Spiels komplett neu gestaltet.

Wie sich beim ersten Projekttag zeigte, erforderten die Spielaufgaben, die überwiegend darin bestanden, Fehler in einem vorgegebenen Scratch-Code zu finden und zu korrigieren, zu viel Zeit. Die Rätsel wurden überwiegend durch Ausprobieren gelöst und weniger durch tatsächliches Verständnis des Codes. In der neuen Version programmieren die SchülerInnen die Steuerung der Roboter selbstständig neu, nachdem die Vorgehensweise in einer Vorbereitungsstunde mit dem Programm “Scratch” erlernt wurde.

Die neuen Rätsel funktionierten sehr gut. Beim dritten Projekttag allerdings schaffte es eine Gruppe, die Aufgabe innerhalb von 20 Minuten zu lösen; doppelt so schnell wie geplant. Grund dafür war, dass hier SchülerInnen in der Gruppe waren, die bereits Vorkenntnisse in Scratch-Programmierung hatten. Generell ist dies die größte Herausforderung in der Vorbereitung: Die Programmieraufgaben so anzupassen, dass sie den Vorerfahrungen der SchülerInnen gerecht wird.

Beim zweiten Projekttag kritisierten einige SchülerInnen, dass wir die beiden gegeneinander spielenden Gruppen „veräppelt“ haben, indem wir ihnen unterschiedliche Vorgaben machten. Darauf gingen wir dann im dritten Projekt bei der Auswertung des Spiels explizit ein und zeigten am Ende nochmal allen die unterschiedlichen Filme, die den Gruppen vorgespielt wurden. Die SchülerInnen akzeptierten dies nun als Bestandteil des Spiels. Zusätzlich konnte dadurch das Thema „Manipulation“ durch bewusstes Verschweigen von Informationen angesprochen werden..

Alle drei Spiele endeten unterschiedlich. Das Spiel ist so angelegt, dass beide Gruppen unterschiedliche Ziele verfolgen, aber nur mit dem jeweils gefunden Code der anderen Gruppe ihr Ziel erreichen. Eigentlich eine Patt-Situation, wenn beide Gruppe darauf beharren, ihr Ziel zu verfolgen. So endete auch das zweite Spiel: keine Gruppe gab der anderen ihren Code heraus. Das Raumschiff blieb im All stehen. Im ersten Spiel eroberten die Gruppen teilweise mit List den Code der anderen und gaben den gleichzeitig ein. Im dritten Spiel tauschte sich eine kleine Gruppe der SchülerInnen über die unterschiedlichen Ziele aus. Es fand daraufhin eine Abstimmung statt und die Gruppe mit der Mehrheit erhielt den Code um das Ziel auswählen zu können.

Auch für uns sehr spannend ist die neu integrierte Abfrage nach Roboterforschungsprojekten, die die SchülerInnen unterstützen würden. Die SchülerInnen erhalten hier sechs Klebepunkte und können verschiedene Projekte favorisieren, die wir vorher teilweise gesammelt haben. Interessant ist hier, dass Kampfroboter immer als sehr unterstützenswert angesehen werden, wobei die Kinder unter “Kampfrobotern” aber keine Kriegsroboter verstehen, welche Menschen töten, sondern sich spielerische Kämpfe vorstellen, bei denen Roboter ihre Kräfte messen.

Auch die Methode zur Reflexion der eigenen Handlungsfähigkeit zur Beeinflussung der technischen Entwicklung haben wir im aktualisierten Konzept geändert. In Kleingruppen erarbeiten die SchülerInnen nun Gesetze, die von Roboter befolgt werden müssen. Diese werden im Anschluss den Asimovschen Robotergesetzen von 1942 gegenüber gestellt.

In allen Diskussionen mit den SchülerInnen und vor allem auch in den von den SchülerInnen selber aufgestellten Robotergesetzen wurde deutlich, dass den SchülerInnen bewusst ist, wie mächtig und gefährlich Roboter sein könnten. Hier spielen vor allem die medialen Einflüsse eine große Rolle. Dabei geht es nicht um dokumentarische Berichte zur Roboterentwicklung, sondern um fiktionale Geschichten. Aus diesem Wissen entsteht vor allem die große Befürchtung, dass uns Roboter in Zukunft beherrschen oder durch Defekte schaden könnten. Angesichts der zunehmenden Automatisierung der Lebenswelt wird deutlich, dass hier ein wichtiges Thema auftaucht, dass bisher im Bildungsbereich kaum behandelt wird.

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We Are Makers, 24.6.2016, Programmieren mit Robotern

„Programmieren mit Robotern“ war der Schwerpunkt des 13. We Are Makers, das am 24.6. in der Haba Digitalwerkstatt stattfand. Nach einem kurzen Imput und Vorstellung unseres Alternate Reality Games „Flucht nach Utopia“ ging es, unterstützt durch Johanna, Susanne und Michael, an die Praxis der Roboterprogrammierung. Dafür stand unsere mittlerweile neunköpfige Roboterfamilie samt dazugehörigen Rechnern und Tablets zur Verfügung: der Ozobot, der über Farbcodes programmiert wird, Dash und Sphero, die mittels blockbasierter Programmiersprachen vom Tablet gesteuert werden und die sechs mBot aus dem Utopia-Projekt, die wahlweise am Tablet oder am Laptop mit Scratch programmiert werden.

Die anwesenden 15 Kolleg_innen aus der Medienbildung setzen sich sehr intensiv mit den Möglichkeiten, die die Roboter bieten, auseinander, entwickelten gemeinsam Ideen zum Einsatz in Bildungsszenarien und hatten dabei sichtlich viel Spaß. Bemerkenswert war wie die persönlichen Präferenzen dazu führen, dass sich zwei Gruppen abzeichnen: eine, die den offenen Charakter eines mBots mit seinen vielen zusätzlichen Modulen und der Programmierung mit Scratch schätzen, während andere dem Dash den Vorzug gaben, der aufgrund seiner einfachen Bedienung und den bereits vorprogrammierten zahlreichen Effekten leicht erlernbar und schnell einsatzbereit ist.

Gerade in einer Phase in der von einigen propagiert wird, dass Code die neue Fremdsprache ist, die bereits Kinder erlernen sollten, stellen die programmierbaren Roboter ein spannende Verbindung zwischen physischer und virtueller Welt her. Die Motivation sich mit abstraktem Programmcode zu beschäftigen ist ungleich größer, wenn die jeweiligen Änderungen direkt am Verhalten des Roboter überprüft werden können. In ihrer Summe stellen die vorgestellten Roboter aber auch einen fließenden Übergang zwischen verschiedenen Erfahrungsstufen her. Angefangen von der Nutzung einfacher Remote-Apps, die bereits im Kindergarten eingesetzt werden können, über die Programmierung am Tablet mit einfachen blockbasierten Programmiersprachen wie Blockly oder Scratch, bis hin zum Einsatz von Arduino, einer aus Soft- und Hardware bestehenden Physical-Computing-Plattform.

Die durchweg positiven Rückmeldungen der anwesenden Medienpädagog_innen lassen vermuten, dass schon bald weitere Roboter in Jugendeinrichtungen und Schulen Einzug halten werden.

Großer Dank an Medialepfade.de für die Organisation und an die Haba Digitalwerkstatt für die kostenfreie Überlassung der Räume.

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